Darüber spricht man nicht!
Das liebe Geld…
Auf ein paar Euros hin oder her soll es nicht ankommen, werden Sie vielleicht denken. Man heiratet schließlich nur einmal im Leben. Und über Geld spricht man sowieso nicht. Eben deshalb schreiben wir darüber. Denn eine Hochzeit kann teuer werden. Und irgendwann während der Vorbereitungen zum schönsten Tag Ihres Lebens sitzen Sie auf dem Sofa, tippen Zahlenkolonnen in den Taschenrechner und stellen voller Panik fest, dass die Summe Ihres ursprünglichen Budgetplans mal eben eine Null dazubekommen hat – und zwar am hinteren Ende.
Verzweifeln Sie nicht. Wir zeigen Ihnen, wie Sie mit ein paar Tricks eine Menge Geld sparen können – ohne gravierende Abstriche machen zu müssen.
Zuerst prüfe, wer sich ewig bindet …
… ob sich nicht doch noch ein besserer Termin findet. An Feiertagen, während der Ferienzeiten und an ausgefallenen Daten – zum Beispiel dem 07.07.07 – sind die beliebtesten Locations in der Regel immer ausgebucht und können deshalb mehr verlangen. Seien Sie flexibel und wählen Sie einen Tag außerhalb der Saison.
Je später der Abend …
… desto eher gehen die Gäste. Nein, Sie sollen Ihre Gäste nicht vergraulen. Aber legen Sie die Trauung auf den späten Nachmittag, ersetzen Sie Kaffee und Kuchen durch einen kurzen Stehimbiss direkt vor der Kirche – vielleicht können Sie einige Freunde bitten, für Sie zu kochen und Getränke zu organisieren – und beginnen Sie Ihr Fest offiziell mit dem Abendessen.
Begrenzen Sie die Anzahl der Gäste
Sicher möchten Sie auf Ihrer Hochzeitsfeier mit jedem Gast ein kurzes Schwätzchen halten. Sagen wir mal, Sie unterhalten sich mit jedem Gast durchschnittlich 10 Minuten. Bei 50 Gästen macht das dann etwas mehr als 8 Stunden. Da haben Sie noch nicht getanzt, kein Foto gemacht und auch noch nichts gegessen. Also, setzen Sie den Rotstift an und gehen Sie die Gästeliste noch mal durch.
Wünschen Sie sich Geld. Sofern Sie schon ausreichend Geschirr, Besteck und Handtücher besitzen, sollten Sie „unnützen“ Geschenken vorbeugen. In der heutigen Zeit ist es völlig in Ordnung, sich Geld zu wünschen. Nur keine falsche Scheu. Am besten, Sie schreiben es offen und deutlich gleich in die Einladungskarten. Bereiten Sie zur Feier zum Beispiel eine „Spardose“ vor, in die die Gäste Ihre Geldumschläge einwerfen können oder nennen Sie gleich eine Bankverbindung, damit niemand der Gäste größere Geldbeiträge mit sich führen muss.
Lassen Sie andere bezahlen. Ihre Patentante weiß nicht, was Sie Ihnen schenken soll? Wie wär’s mit der Stretchlimousine, in der Sie so gern vor der Kirche vorfahren möchten? Und das Feuerwerk um Mitternacht könnten doch Ihre Trauzeugen beisteuern. Vielleicht findet sich ja auch noch ein begnadeter Hobbybäcker unter Ihren Freunden, der Ihnen eine Hochzeitstorte schenkt? Ihnen fallen sicher noch mehr Möglichkeiten ein …
Noch ein Drink, oder zwei oder drei … Schränken Sie die Auswahl an Getränken ein. Es ist nicht notwendig, dass Ihre Gäste unter 20 Rotweinen und 15 Weißweinen wählen können. Lassen Sie – passend zur Speisefolge – je einen offenen weißen und einen offenen roten Wein ausschenken. Dazu Sekt, Wasser, Softdrinks und Kaffee. Sofern es härte Drinks geben soll, richten Sie in einer Ecke eine Bar ein und bieten Sie einige wenige ausgewählte Spirituosen und Cocktails an. So verhindern Sie, dass die Kosten für Getränke aus dem Ruder laufen.
Weg mit den alten Klunkern. Besitzen Sie alten Goldschmuck, der seit Jahren nur in der Schublade liegt und den Sie nicht tragen? Raus damit und einschmelzen lassen. Aus den alten Stücken können Sie Ihre Eheringe anfertigen lassen.
Malen, schneiden, kleben, basteln. Für Einladungskarten, Menükarten, Tischkärtchen, Programmhefte, Danksagungskarten usw. kommt schnell ein hübsches Sümmchen zusammen, wenn man sie im Laden kauft und evtl. noch in der Druckerei drucken lässt. Holen Sie sich statt dessen ein paar Bogen festes Papier aus dem Bastelladen, Schere, Stift, Klebstoff, ein paar Blütenblätter, Fotos von Ihnen und Ihrem Liebsten, Bilder aus Zeitschriften … und erstellen Sie Ihre Drucksachen selbst. Es ist nicht wichtig, dass jede Einladungskarte gleich aussieht – das kann sowieso keiner kontrollieren. Also, lassen Sie Ihrer Fantasie freien Lauf.
Musik aus der Konserve. Es muss nicht immer Livemusik sein. Sowohl eine Band, ein Alleinunterhalter oder ein DJ lassen sich ihre Dienste – meist stundenweise – bezahlen. Bitten Sie doch einfach einen Freund, für Ihre Hochzeitsfeier eine entsprechende Auswahl an Musik zusammenzustellen und diese auf CD zu brennen. Aber achten Sie darauf, dass er den Hochzeitswalzer nicht vergisst.
Trennen Sie sich. Nicht von Ihrem Liebsten, sondern von Ihrem Brautkleid, denn das hängt nach der Hochzeit sowieso nur im Schrank. Versteigern Sie es im Internet, tragen Sie es in den Second-Hand-Laden um die Ecke oder inserieren Sie im örtlichen Anzeigenblatt. Sie machen sich und einer zukünftigen Braut damit eine Freude.
Recyceln Sie den Blumenschmuck. Fragen Sie in der Kirche nach, ob am Tag vor Ihr Trauung ein anderes Fest statt findet, eine Hochzeit oder eine Taufe, zu dem die Kirche geschmückt wird. Fragen Sie ebenfalls in dem Hotel oder der Gaststätte nach, in der Sie feiern, ob Sie evtl. bestehende Dekorationen nutzen können. Falls es keine Festlichkeiten am Tag vor Ihrer Hochzeit gibt, gibt es vielleicht ein Fest, das einen Tag später statt findet? Fragen Sie die Feiernden – eventuell können Sie sich die Kosten für den Blumenschmuck teilen.




